Juniorenförderverein Bürstadt
Ein historischer Augenblick:
Bürstädter Verein für junge Fußballer ist gegründet
03.03.2011 - BÜRSTADT
Von Matthias Rebsch
JFV BÜRSTADT 34 Mitglieder gründen neuen Verein für junge Fußballer / Gleichberechtigter Vorstand
Der 1. März 2011 war ein historischer Tag für die Bundesrepublik Deutschland. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg legte nach der Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit sein Amt nieder. Der 1. März 2011 war aber auch ein historischer Tag für die Stadt Bürstadt. Darüber waren sich alle Gründungsmitglieder des Jugendfördervereins einig. In der Stadion-Gaststätte des VfR schlossen sich die Jugendmannschaften des FSV, der Eintracht und des VfR offiziell zum JFV zusammen, der den Bürstädter Jugendfußball voranbringen soll. Wenn in Zukunft alles so reibungslos verläuft wie die Gründungsversammlung, blüht dem Verein eine goldene Zukunft.
„Gemeinsam sind wir stark“: Mit diesem Motto schließen sich die Eintracht der VfR und der FSV zum Jugendförderverein Bürstadt zusammen. Unser Bild zeigt den Vorstand von rechts mit Jochen Schuster, Ernst Dexler, Manfred Commercon, Harald Ofenloch und Rainer Beckerle sowie Willi Reuter (links), der für die sportliche Leitung verantwortlich zeichnet. Foto: AfP Asel
Vereinslogo entworfen
Große Harmonie herrschte zwischen den drei Vereinen am Dienstagabend, so dass erste Besucher schon über einen Zusammenschluss der Fußballvereine im Seniorenbereich witzelten. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion hatte die Firma Faust noch schnell ein Vereinslogo entworfen. Team-Sport Sperl stiftete drei Trikots mit den Nummern 1, 3, und 11 - das Datum der Vereinsgründung. Außerdem prangerte der Schriftzug JFV Bürstadt auf den roten Jerseys. Daneben hatten die Verantwortlichen die drei Schals der Vereine verknotet, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu demons-
trieren. „Gemeinsam sind wir stark“ war auch auf dem Plakat des Vereins zu lesen.
Dieter Gleim verglich den JFV zu Beginn der Sitzung mit einem Kind. „Wir werden es heute aus der Taufe heben.“ Viele Mitglieder hätten in das Projekt viel Herzblut gesteckt, so der Vorsitzende des VfR. „Das ist ein historischer Augenblick.“ Nur bedauerte Gleim, dass die SG Riedrode nicht mit im Boot ist, betonte aber zugleich, dass die Tür nicht zu sei. Dem JFV sagt er eine erfolgreiche Zukunft voraus, „das Kind muss nur noch laufen lernen. Aber das wird uns gelingen“, sagte der Wormser.
trieren. „Gemeinsam sind wir stark“ war auch auf dem Plakat des Vereins zu lesen.
Dieter Gleim verglich den JFV zu Beginn der Sitzung mit einem Kind. „Wir werden es heute aus der Taufe heben.“ Viele Mitglieder hätten in das Projekt viel Herzblut gesteckt, so der Vorsitzende des VfR. „Das ist ein historischer Augenblick.“ Nur bedauerte Gleim, dass die SG Riedrode nicht mit im Boot ist, betonte aber zugleich, dass die Tür nicht zu sei. Dem JFV sagt er eine erfolgreiche Zukunft voraus, „das Kind muss nur noch laufen lernen. Aber das wird uns gelingen“, sagte der Wormser.
Jahresbeitrag von 30 Euro
Gleich 34 Anwesende schrieben sich als Gründungsmitglieder ein. Sie zahlen als fördernde Mitglieder einen Jahresbeitrag von 30 Euro. Anschließend wurde Christian Hering, einer der Mitinitiatoren, zum Wahlleiter gewählt. Der Vorstand besteht aus fünf Männern, die alle gleichberechtigt sind. Vom FSV sitzt Harald Ofenloch, von der Eintracht Rainer Beckerle und vom VfR Ernst Dexler im Vorstand. Jochen Schuster und Manfred Commercon vervollständigen nach jeweils 33 Ja-Stimmen und einer Enthaltung das Gremium. Kassenprüfer sind Richard Ruh (zwei Jahre) und Gregor Ruh (ein Jahr). Als Nächstes wird die vorgestellte Satzung dem Registergericht übergeben, so dass der JFV zur neuen Saison in den Spielbetrieb gehen kann.
Jochen Schuster erklärte den Mitgliedern dann, wie viele Kicker für den JFV auflaufen werden. 19 Jugendliche stehen der D-Jugend zur Verfügung, 44 Spieler der C-Jugend (zwei Teams) und 19 der B-Jugend. Nur bei der A-Jugend ist noch Luft nach oben. Hier hat der Verein bisher nur zehn Spieler. „Ich bin mir sicher, dass wir noch den ein oder anderen, der in der Vergangenheit aus Bürstadt abgewandert ist, zurückholen können“, ist sich Schuster sicher.
Leistungsspitze, aber auch eine Leistungsbreite
Derzeit sind es also fünf Mannschaft, Schuster plant vorsichtig optimistisch mit sieben. „Mir persönlich ist es wichtig, dass nicht nur die Besten, sondern alle die Möglichkeit bekommen, in Bürstadt Fußball zu spielen“, lässt Ernst Dexler seine Motivation durchblicken. Jochen Schuster blies ins gleiche Bockshorn: „Wir wollen eine Leistungsspitze, aber auch eine Leistungsbreite.“
Die sportliche Leitung obliegt dem erfahrenen Jugendtrainer Willi Reuter. Dieser war am Montag auch unter den Gästen. Enttäuscht zeigte sich der Vorstand vom Kreisfußballwart, der der Veranstaltung trotz Einladung fernblieb. Der Kreisjugendwart wäre gerne gekommen, war aber verhindert. So feierten sich die drei Vereine, die jetzt im Jugendbereich einer sind, selbst. Sie bieten in Bürstadt eine fußballerische Perspektive, die Jugendlichen müssen das Projekt nur noch annehmen. Doch der allgemeine Optimismus war bei der Gründungsversammlung kaum zu bremsen. Die Verantwortlichen sind sich sicher: Sie werden das Kind schon schaukeln.
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