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Ein Kollektivlob von Göbel
 

16.01.2012 - BÜRSTADT

VFR BÜRSTADT Aufsteiger nach 21 Spielen in der Gruppenliga voll im Soll / Reserve spielt oben mit

In 21 Spielen der Fußball-Gruppenliga hat Aufsteiger VfR Bürstadt 30 Punkte gesammelt. Zeit genug, ein Kollektivlob auszusprechen. „Das ist der Verdienst von allen. Vom Kassierer bis zum Platzwart Richard Stockmann haben alle hervorragende Arbeit geleistet“, so der Trainer Karl-Heinz Göbel. Die 30 Zähler bedeuten schon mehr als die halbe Miete auf dem Weg zum angestrebten Klassenerhalt.
 


Lukas Litters (li.) und der VfR Bürstadt haben im
heimischen Robert-Kölsch-Stadion bislang einige Punkte leichtfertig liegengelassen. Foto: AfP Asel
ACHT HEIMSPIELE
In den verbleibenden 13 Saisonspielen in der Gruppenliga kann der VfR Bürstadt an seiner Heimbilanz arbeiten. Acht Partien dürfen die Schwarz-Weißen nämlich noch im Robert-Kölsch-Stadion austragen. Einen Monat lang muss die Göbel-Elf dabei gar nicht reisen - dann stehen vier Heimpartien in Serie an.

Als Tabellenneunter haben die Schwarz-Weißen einige etablierte Gruppenliga-Mannschaften hinter sich gelassen. Die gute Bilanz setzt den Neuling aber auch unter Druck. Nach der Winterpause will man mit den Niederungen der Tabelle möglichst nicht mehr in Kontakt kommen. „Sollten wir jetzt noch absteigen, wäre das für mich persönlich eine große Enttäuschung“, sagt Göbel. Auch ein Abrutschen auf den Relegationsplatz wäre ein bitterer Rückschlag.

Eine mögliche Talfahrt kann der Traditionsverein vor allem zu Hause verhindern. In der Rückrunde stehen insgesamt noch 13 Spiele an - acht Mal darf der VfR dabei im heimischen Robert-Kölsch-Stadion antreten. Während die Heimstärke im letzten Jahr noch der Aufstiegsgarant war, hat die Göbel-Elf in dieser Spielzeit vor heimischem Publikum Probleme. „Die Heimbilanz sollte eigentlich besser als die Auswärtsbilanz sein“, so Göbel. Ist sie beim VfR aber (noch) nicht.

Zwar liegt der Tabellenfünfte FV Hofheim nur sechs Zähler vor den Bürstädtern. Den Blick richten die Verantwortlichen jedoch nach hinten. Göbel: „An unserer Zielsetzung hat sich nichts geändert. Wir wollen den Klassenerhalt schaffen, und unser Blick geht daher in den Rückspiegel.“ Die größte Schwierigkeit, mit der Göbel zu kämpfen hat, ist der kleine Kader. Daran wird sich auch nach der Winterpause nichts ändern. Mit Christian Hofsäß kommt zwar ein ehemaliger Weggefährte Göbels nach Bürstadt. Dafür fehlt jedoch Jens Mecky, der mit einem Knorpelschaden lange pausieren muss. „Die Verpflichtung von Christian Hofsäß ist für den VfR eine tolle Sache“, sagt Göbel.

Vielleicht ist die Verpflichtung von Hofsäß schon ein Fingerzeig in Richtung neue Saison. Auf Dauer wird sich der ehrgeizige Göbel mit Mittelmaß nicht zufrieden geben. „Die Gruppenliga ist für mich noch zwei Nummern größer als die Kreisoberliga. Um zu bestehen, müssen wir Woche für Woche an unsere Grenzen gehen“, erklärt Göbel. Der Coach ist sich bewusst, dass er mit seinem Betreuerstab „eine gute Mannschaft aufgebaut“ (Göbel) hat. In den nächsten Monaten muss nun geklärt werden, in welche Richtung sich der Verein entwickeln will. „Jetzt ist der Zeitpunkt noch nicht da, um konkret zu meiner Zukunft Stellung zu nehmen“, sagt Göbel. Der Trainer beteuert allerdings, dass er sich in Bürstadt mittlerweile sehr wohlfühlt.

Daran hat auch Matthias Rebsch, Spielertrainer der zweiten Mannschaft, seinen Anteil. In der Kreisliga B hat sich die zweite Garnitur dank des 28-jährigen Jungtrainers in der Spitzengruppe etabliert. Nach dem Aufstieg im Sommer findet Rebsch das schlichtweg „sensationell“. Das ursprüngliche Ziel, nicht wieder direkt abzusteigen, wurde längst nach oben korrigiert. „Die Entwicklung war so nicht absehbar. Jetzt wollen wir unter die ersten Fünf“, so Rebsch. In der Rückrunde soll Neuzugang Matthias Hendrich dabei helfen, weiter oben mitspielen zu können.

Eines kann sich übrigens auch die erste Mannschaft von ihrer Reserve abschauen: die Heimstärke. Seit über zwei Jahren ist die Rebsch-Elf zu Hause mittlerweile ungeschlagen. Da wird das Gruppenliga-Team sicher nicht hinkommen. Wenn es in der Rückrunde aber nur ansatzweise so gut läuft, muss sich Karl-Heinz Göbel in Sachen Klassenerhalt keine Gedanken machen.

Von Philipp Sémon

 
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