Willkommen beim VfR-Bürstadt
Der VfR Bürstadt feiert den Aufstieg
Der Ärger von Fußball-Gruppenliga-Meister VfR Bürstadt über die Spielabsage von Gegner Eintracht Wald-Michelbach II hielt sich in Grenzen: "Natürlich haben wir Verständnis für die Wald-Michelbacher Situation, dass nach der Trainerentlassung der Zweitmannschaftstrainer Uwe Engert in der ersten Mannschaft einspringen musste. Doch die Spielabsage zieht auch einen wirtschaftlichen Schaden für uns nach sich, so dass wir uns zeitnah mit den Wald-Michelbachern auseinandersetzen werden", sagte VfR-Trainer Manfred Hönig.
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Völlig losgelöst: Die Spieler des VfR Bürstadt lassen ihren Trainer Manfred Hönig hochleben. |
Außerdem fiel an diesem Samstag, an dem der VfR Bürstadt die Meisterschaft in der Gruppenliga feierte, auch das ursprünglich geplante Spiel der ersten Mannschaft gegen ein sogenanntes Allstarteam aus. Dennoch war es ein unterhaltsamer Nachmittag. Wer richtig hinhörte, der erfuhr beispielsweise die Bürstädter Neuzugänge, die den Verein ab der kommenden Saison verstärken sollen. Mit Andreas Lerchl (23 Jahre) und Christian Remmers (26 Jahre) kommen ein Mittelfeldmann und ein Abwehrspieler vom Verbandsligisten FC Alsbach. Georgios Ioannidis (28 Jahre) wechselt vom FSV Schneppenhausen nach Bürstadt. Er spielt im linken offensiven Mittelfeld.
Auch einen Torhüter ziehen die Bürstädter an Land. Der 19 Jahre alte Timo Utecht spielte bisher bei den erfolgreichen A-Junioren von Viktoria Griesheim. "Das wird nicht alles sein. Wir werden noch den ein oder anderen Spieler zu uns nach Bürstadt holen", versprach Manfred Hönig.
Gebannt schauten die Fußballfreunde am Abend das Champions- League-Endspiel. Unter den Zuschauern befand sich auch der scheidende Bürstädter Bürgermeister Alfons Haag. Nach dem Schlusspfiff im Londoner Wembleystadion wurde noch kräftig weiter gefeiert.
Dabei zeigten die beiden VfR-Senioren-Mannschaften dieselbe Geschlossenheit wie auf dem Platz. Sowohl die erste Mannschaft als auch die Reserve schwangen in einer Bensheimer Diskothek die Tanzbeine, darunter auch VfR-Trainer Manfred Hönig und seine Frau Antje. "Dass es relativ spät wurde, zeigt, dass es ein schöner Abend war", sagte Hönig. hias
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So sehen Aufsteiger aus: Der VfR Bürstadt spielt kommende Saison in der Verbandsliga. |
Geschafft!
04.06.2013 - BÜRSTADT
Von Maik Richter
RELEGATION Der VfR Bürstadt II feiert den Aufstieg in die Kreisliga A
Als das Elfmeter-Drama endlich überstanden und der Aufstieg eingetütet war, brachen bei der zweiten Mannschaft des VfR Bürstadt alle Dämme. Per Autokorso ging es vom Groß-Rohrheimer Sportplatz zurück in die Heimat, wo auf dem – leider schon zu Ende gegangenen – Stadtfest noch eine Humba angestimmt wurde. Im Vereinsheim warteten schließlich viele Supporter, um den Aufstieg in die A-Klasse gebührend zu feiern. Wolfgang Hendrich hatte sich in weiser Voraussicht die Mühe gemacht, die Erfolge des Teams via Multimedia-Präsentation noch einmal aufzuarbeiten. Schließlich starteten die Mannen um Spielertrainer Matthias Rebsch noch eine spontane Aufstiegsfete, die erst gegen 3 Uhr am Montagmorgen ihr Ende fand.
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Foto: AfP Asel |
Stunden zuvor hatten sich VfR Bürstadt II und Alemannia Groß-Rohrheim einen heißen Kampf um den letzten freien Platz in der A-Liga geliefert. Nach der Hinspielniederlage (1:2), als die Schwarz-Weißen in Halbzeit zwei merkwürdig platt waren, zeigte der VfR II diesmal die nötige körperliche und geistige Frische, während die Alemannen dem starken Donnerstag und einer langen Saison Tribut zollen mussten. Nach Christopher Münchs eminent wichtigem Tor war es schließlich das Elfmeterschießen, in dem über Wohl und Wehe einer gesamten Saison entschieden werden musste. Hier bewies der VfR Bürstadt II einfach die stärkeren Nerven. Marcus Losert und seine Alemannen konnten zwar vorlegen, dann aber verließ die Groß-Rohrheimer das Schussglück, während bei den Gästen das Abschlusstraining Wirkung zeigte, als Spielertrainer Rebsch noch hatte Elfmeter üben lassen. Zudem entdeckte Rebsch seine Fähigkeiten als Motivator, als er vor Spielbeginn in seiner Ansprache alle Auswärtssiege der Saison ins Gedächtnis seiner Spieler rief.
Profitiert haben die Bürstädter schließlich von einem enormen Mannschaftsgeist und von einem unbändigen Willen, der auch nach dem ernüchternden 1:2 im Hinspiel noch letzte Kräfte freisetzte. „Wir hatten oft viele Ausfälle, aber dennoch haben wir immer ein schlagkräftiges Team gehabt“, schwärmte Rebsch am Montag von seinen Spielern. In der Relegation gab Jens Mecky sein überraschendes Comeback, und Jens Hartmann zeigte in seinem ersten Spiel von Beginn an nach überstandenem Achillessehnenriss eine bemerkenswerte Leistung – in Überlänge! Aber auch Spieler aus dem zweiten Glied lobte Rebsch. Wie etwa Torben Schieß und Oliver Moll, welche die Kollegen „unwahrscheinlich pushen“. Oder auch der lange verletzte Marco Müller: Sie geben immer alles. Zum Helden wurde schließlich Torhüter Kevin Krezdorn, der das Elfmeter-Drama entschied und Andreas Höss, der wegen der Taufe seines Kindes fehlte, herausragend vertrat. „Es war eine Megaleistung der gesamten Mannschaft über die gesamte Saison“, sagte Spielertrainer Rebsch, der „mächtig stolz“ auf sein Team ist.





